Meningeome sind überwiegend gutartig, wachsen langsam und gehen von den Hirnhäuten (Spinngewebshaut, Arachnoidea) aus [1].
Pro Jahr erkranken etwa 9 von 100.000 Menschen neu an einem Meningeom. Die Inzidenz nimmt mit dem Alter zu [1] - Frauen sind häufiger betroffen als Männer [1] (3:2).
Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt zwischen 50 und 70 Jahren.
27% aller Meningeome weisen genetische Veränderungen auf (Monosomie 22). Gerade bei Betroffenen in jüngerem Alter muss daher immer auch an eine erblich bedingte Ursache gedacht werden [2]. Ein gehäuftes Auftreten zeigt sich beispielsweise bei einer Typ-2-Neurofibromatose, kurz NF2 – eine genetische Erkrankung, die auch für ein beidseitiges Akustikusneurinom (Vestibularisschwannom) ursächlich sein kann. Ein weiterer Risikofaktor ist eine vorausgegangene herkömmliche Strahlentherapie.
Die Tumoren können eine knotige und raumfordernde oder flächige Wachstumsform zeigen. Nur 8 bis 10% sind atypisch (WHO Grad 2 mit einem erhöhten Wachstumspotenzial) und 2 bis 5% anaplastisch (WHO Grad 3, aggressives Wachstum).
Durch ihr langsames Wachstum und die Anpassungsfähigkeit des Gehirns können Meningeome eine beträchtliche Größe erreichen, bevor sie auffällig werden.
Die klinischen Symptome hängen vor Allem von der Lokalisation ab. Meningeome können die Ursache von Krampfanfällen sein, je nach Lage und Größe sind auch Lähmungen oder Gesichtsfeldeinschränkungen möglich.
So kann die meist gutartige Tumorerkrankung etwa durch Hirndruckzeichen oder neurologische Defizite symptomatisch werden.
Unabhängig davon besteht stets die Notwendigkeit einer regelmäßigen bildgebenden Nachuntersuchung.
Die CyberKnife- oder ZAP-X-Therapie erfolgt gegenüber einer herkömmlichen Operation ambulant. Umliegendes Gewebe wird durch das schmerzfreie, submillimetergenaue und präzise Verfahren bestmöglich geschont. Eine Narkose ist nicht erforderlich.
In den meisten Fällen reicht eine einmalige Behandlung mit dem CyberKnife oder ZAP-X aus, um die meist gutartige Raumforderung auszuschalten. Die Behandlung dauert zwischen 10 und 20 Minuten. Bei größeren Meningeomen können mehrere Sitzungen notwendig sein.
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Meningeome sind überwiegend gutartige Hirntumoren und können in der Regel sehr gut und effektiv behandelt werden. Oft werden Sie heute als Zufallsbefund bei einer MRT-Diagnostik entdeckt, z. B. bei bestehender Kopfschmerzsymptomatik. Nur in seltenen Fällen verursachen sie Ausfallserscheinungen oder Krampfanfälle, wenn sie z. B. sehr groß sind oder an einer kritischen Stelle im Gehirn liegen.
Meningeome haben eine sehr geringe Tendenz zur bösartigen Entwicklung. Nur in seltenen Ausnahmefällen kommen bösartige Meningeome vor. Die meisten wachsen langsam oder verhalten sich über lange Zeiträume stabil.
Hierbei handelt es sich um mehrere Meningeome, die gleichzeitig oder nacheinander auftreten. Sie sind in der Regel, wie auch einzelne Meningeome, gutartig und können erfolgreich behandelt werden.
Meningeome treten an den Gehirn- oder Rückenmarkshäuten auf. Die spontane Möglichkeit einer Rückbildung ist äußerst selten. Da Meningeome normalerweise langsam wachsen, bleibt aber genug Zeit, um eine individuell geeignete Therapieform zu wählen.
Das hängt von der Art, Lage und Größe der Raumforderung ab. Prinzipiell kann ohne klinische Symptomatik zunächst abgewartet werden, wenn das Meningeom noch klein ist. Bei größeren Herden bzw. einem Meningeom mit klinischer Symptomatik muss zwischen Operation, konventioneller Strahlentherapie oder der radiochirurgischen Behandlung abgewogen werden. Dies sollte am besten interdisziplinär im Team mit Neurochirurgen und spezialisierten Radioonkologen erfolgen.
[1] Ruge, M., Goldbrunner, R., Grau, S., Management of benign brain tumors: meningioma and vestibular schwannoma. Best Practice Onkologie 2019;14:284-292.
https://doi.org/10.1007/s11654-019-0155-5
[2] Seliger, C., Wick, W., Neues zur Einteilung und Therapie von Meningeomen. Neurologie up2date 2020;03:343-356.
https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0965-2007
[3] Ehret, F., Kufeld, M., Fürweger, C., Haidenberger, A., Fichte, S. et al., The Role of Stereotactic Radiosurgery in the Management of Foramen Magnum Meningiomas-A Multicenter Analysis and Review of the Literature. Cancers (Basel) 2022;14(2):341.
https://www.mdpi.com/2072-6694/14/2/341