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Präzisionsmedizin im Einsatz

Unsere innovativen, robotergeführten CyberKnife-Systeme (M6 & S7) ermöglichen die präzise Behandlung gut- und bösartiger Tumore in unterschiedlichen Körperregionen.

Dies ist eine nicht invasive Alternative zur herkömmlichen Bestrahlung oder Operation.

Jede Therapie wird individuell auf Sie abgestimmt.

Was ist das CyberKnife?

CyberKnife ist ein hochpräzises nicht-invasives Verfahren der Radiochirurgie, welches trotz des Namens ohne Skalpell oder sichtbarem Hautschnitt arbeitet.

Das System kann Bewegungen (z.B. Atmung) in Echtzeit ausgleichen und ist auch für hochsensible Regionen (z.B. Tumore am Sehnerv) geeignet.

Bei der Behandlung wird fokussierte gebündelte Strahlung (Photonen) aus unterschiedlichen Winkeln exakt auf das Ziel gerichtet.

Die wirksame Dosis kommt hierbei zentral im erkrankten Gewebe an.

Im Verlauf kommt es zur Tumorreduktion- dies dauert meist wenige Wochen.

Gesundes Gewebe wird so maximal geschont.

Aktuell verfügt das ERCM über zwei hochmoderne CyberKnife Geräte: das M6 und das S7.

Voraussetzungen für eine CyberKnife-Therapie

  • Der Tumor darf eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
  • Geeignet sind gut- oder bösartige Tumore oder Metastasen .
  • Kleine bis mittelgroße Läsionen (abhängig von Lage und Organ).
  • Scharf abgrenzbare Zielregionen.
  • Geringe Anzahl von Regionen.

Behandlungsablauf

Ist Ihre individuelle Situation für die nicht invasive Cyberknife-Therapie geeignet, erfolgt die Behandlung ambulant und zeitnah.

Die Präzision unserer Behandlung mit gezielter Zerstörung erkrankten Gewebes erlaubt eine gute Tumorkontrolle.

Die Erfolgsraten betragen mehr als 90 %.

Ihre Therapiesitzung ist ambulant und dauert ca. 15 bis 30 Minuten.

Ein stationärer Krankenhausaufenthalt oder eine Anschlussheilbehandlung sind nicht erforderlich.

Sie können so schnell in Ihren gewohnten Alltag zurückkehren.

Das CyberKnife-System vereint 3 Spitzentechnologien:

  • 1

    Präzisionsrobotik

  • 2

    Digitales Bildortungssystem

  • 3

    Atmungskompensation

Um zu beurteilen, ob Ihre Erkrankung für eine CyberKnife-Therapie geeignet ist, können Sie uns gerne kontaktieren.

Es stehen Ihnen Möglichkeiten zum Geschützten DatenUpload zur Verfügung.

Sie können HIER Bildmaterial und Untersuchungsergebnisse mit uns teilen.

Spezielle Fragen & Antworten zur CyberKnife-Therapie

Wir wissen, wie wichtig Zeit für Sie ist. Deshalb klären wir schnell, ob eine radiochirurgische Behandlung bei uns erfolgreich durchgeführt werden kann oder gegebenenfalls eine andere Therapie für Sie sinnvoll ist. Die individuellen Therapiemöglichkeiten werden im ERCM stets mit Ihnen und einem fachübergreifenden Behandlungsteam gemeinsam besprochen und entschieden. Für die CyberKnife-Therapie müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Sie kommt für einige Patientinnen und Patienten in ausgewählten Situationen infrage, wenn beispielsweise eine Operation nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

In Deutschland ist die Behandlungsmöglichkeit mit dem Gamma Knife-System (auch Leksell Gamma Knife genannt) 1994 in München etabliert und 2005 durch das erste deutsche robotergeführte Cyberknife-System ersetzt worden. Entwickelt wurde das CyberKnife an der Stanford University von dem amerikanischen Neurochirurgen Professor John R. Adler. Die Forschung treibt unaufhörlich zukunftsweisende wissenschaftliche Durchbrüche und medizinische Innovationen voran. So erlaubt das CyberKnife im Unterschied zum Gamma Knife eine radiochirurgische Präzisionsbehandlung im gesamten Körper. Durch dynamische Positionsanpassung und innovatives Atemtracking kann zu jeder Zeit der Therapie das Zielgewebe verfolgt und äußerst präzise behandelt werden. Auch eine invasive Fixierung ist bei den modernen radiochirurgischen Verfahren nicht erforderlich, und damit die Behandlung für die Patientinnen und Patienten sehr komfortabel.

Die CyberKnife-Therapie ist sehr schonend. Die meisten Patienten haben keine oder nur geringe, vorübergehende Nebenwirkungen, von denen sie sich rasch wieder erholen. Dazu gehören – je nach individueller Situation, behandelter Körperregion sowie Größe des Zielvolumens – z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit. In seltenen Fällen kann es nach der CyberKnife-Therapie zu einer Schwellung des Gewebes kommen. Diese meist nur vorübergehende Reaktion auf die Präzisionsbehandlung kann typischerweise gut kontrolliert werden.

Schon kurz nach Ihrer Therapie können Sie unser Centrum selbstständig wieder verlassen. Eine erste Kontrolluntersuchung ist typischerweise nach 3 bis 6 Monaten erforderlich. Durch regelmäßige klinische und bildgebende Kontrollen wird Ihr Heilungsverlauf dokumentiert. In der Regel ist eine neue Computer- bzw. Magnetresonanztomographie erforderlich. Diese kann bei uns im ERCM oder an Ihrem Heimatort durchgeführt und postalisch oder digital an uns übermittelt werden. Die Abläufe in unserem Centrum richten sich grundsätzlich nach Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Befundbesprechungen sind persönlich oder per Videosprechstunde möglich.

In der Regel genügt eine einmalige Behandlungsanwendung, um erkranktes Gewebe erfolgreich auszuschalten. Je nach Art und Lokalisation des Tumors kann die CyberKnife-Therapie auch in mehrere (bis zu 5) Sitzungen aufgeteilt werden. Sollten nach Ihrer Behandlung weitere Neubildungen oder Metastasen entstehen, lässt sich die radiochirurgische Therapie auch erneut anwenden. Dies ist in verschiedenen Situationen gut etabliert und klinischer Standard.

Mit fast allen privaten und immer mehr gesetzlichen Krankenversicherungen bestehen direkte Vereinbarungen zur vollständigen Kostenübernahme für eine CyberKnife-Behandlung. Hierzu gehören die AOK Bayern, die LKK, die KKH sowie die meisten bayerischen BKKs. Sollte in Ihrem Fall die Beantragung einer Kostenübernahme vor Therapiebeginn erforderlich sein, unterstützen wir Sie dabei gerne.

Wenn Sie aus einer anderen Stadt oder dem Ausland zu uns nach München Großhadern in das ERCM anreisen, sollten Sie – je nach Indikation – in der Regel 3 bis 5 Tage für die gesamte Therapiedauer einplanen.