Spinale Meningeome entstehen aus Arachnoidaldeckzellen (Meningothelzellen) der spinalen Meningen.
Sie sind der zweithäufigste intradural-extramedulläre spinale Tumor und machen rund 25 % aller spinalen Tumoren aus.
Spinale Meningeome werden nach der WHO-Klassifikation in drei Malignitätsgrade eingeteilt:
Spinale Meningeome wachsen sehr langsam, sodass ein langer subklinischer Verlauf möglich ist – Symptome entstehen durch die zunehmende Kompression des Rückenmarks (Myelon).
Beste Darstellung von Verkalkungen
Bei MRT-Kontraindikation als Alternative
Nur nach Operation oder Biopsie möglich; keine spezifischen Tumormarker
Die Therapieentscheidung bei spinalen Meningeomen richtet sich nach Symptomatik, Tumorgröße, Lokalisation und WHO-Grad. Folgende Optionen stehen zur Verfügung- häufig in Kombination.
Die stereotaktische Radiochirurgie hat bei spinalen Meningeomen eine wachsende Evidenz – insbesondere für den Restbefund nach subtotaler Resektion und das Rezidivmeningeom.
Dank der hohen Präzision des CyberKnife-Systems kann auch bei ventraler, myelonnaher Lage eine optimale Tumorkontrolle bei gleichzeitiger Schonung des Rückenmarks erreicht werden.
Das CyberKnife ermöglicht durch robotergeführte Mehrfeldtechnik eine exzellente Anpassung der Dosisverteilung an die Meningeomform. Der Dural Tail – das charakteristische Kontrastmittelsignal entlang der Dura – wird in der Bestrahlungsplanung in das Zielvolumen einbezogen. Kritische Strukturen (Myelon, Nervenwurzeln) werden individuell konturiert und Dosislimitierungen streng eingehalten.
Nein. Kleine, asymptomatische Meningeome können zunächst mit regelmäßigen MRT-Kontrollen beobachtet werden. Erst bei Wachstum oder neurologischen Symptomen wird eine Therapie eingeleitet. Bei erhöhtem Operationsrisiko ist die Radiochirurgie eine gleichwertige Alternative.
Beide entstehen aus Meningothelzellen, unterscheiden sich aber in Lokalisation, Symptomatik und therapeutischem Zugang. Spinale Meningeome sind häufiger thorakal, zeigen eine stärkere Frauendominanz und verursachen Myelopathiesymptome. Hirnmeningeome wachsen an der Schädelbasis oder Konvexität und verursachen je nach Lage Kopfschmerzen, Epilepsie oder fokale Defizite.
Ja. Bei Rezidiv nach Operation kann eine CyberKnife Behandlung durchgeführt werden, ohne erneut zu operieren. Bei Rezidiv nach vorheriger Bestrahlung kann eine erneute radiochirurgische Behandlung unter sorgfältiger Berücksichtigung der Vorbestrahlungsdosis und der Myelongrenzwerte möglich sein. Dies wird individuell im Tumorboard entschieden.
Frauen erkranken 3–4-mal häufiger als Männer. Dies wird auf hormonelle Einflüsse zurückgeführt – Meningeome exprimieren häufig Progesteron- und Östrogenrezeptoren. Ein Zusammenhang mit exogener Hormoneinnahme oder Schwangerschaft wird diskutiert. Dies erklärt auch das Auftreten im mittleren bis höheren Lebensalter bei Frauen.
Bei vollständiger Resektion (Simpson Grad I/II, WHO Grad I) liegt das Rezidivrisiko unter 5 % in 10 Jahren.
Bei subtotaler Resektion steigt es auf 10–25 %. WHO-Grad-II-Meningeome rezidivieren in 10–40 % der Fälle. Eine adjuvante CyberKnifebehandlung nach subtotaler Resektion reduziert das Rezidivrisiko signifikant.
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