Kurz erklärt
Wo der Tumor entsteht
Aus bestimmten Zellen der Häute, die das Rückenmark umhüllen (Arachnoidaldeckzellen). Er wächst fast immer innerhalb der harten Rückenmarkshaut, aber außerhalb des Rückenmarks selbst – meist hinter oder seitlich davon. In etwa der Hälfte der Fälle enthält er Verkalkungen.
Wer betroffen ist
Spinale Meningeome machen rund 25 % aller Tumoren an der Wirbelsäule aus. Frauen sind 3- bis 4-mal häufiger betroffen, meist zwischen 40 und 70 Jahren. Rund 80 % liegen im Bereich der Brustwirbelsäule, etwa 15 % an der Halswirbelsäule, sehr selten an der Lendenwirbelsäule.
Warum habe ich ein spinales Meningeom bekommen?
Sie haben nichts falsch gemacht. Weil Meningeome häufig Rezeptoren für Progesteron und Östrogen tragen, werden hormonelle Einflüsse vermutet – das erklärt auch, warum vor allem Frauen betroffen sind. Bekannte Risikofaktoren sind außerdem eine frühere Strahlentherapie und selten die Erbkrankheit NF2, bei der dann oft mehrere Meningeome auftreten.