Können wir Hirnsignale künftig direkt in Bewegung, Sprache oder digitale Befehle übersetzen? Und was ist wissenschaftlich realistisch – jenseits von Science-Fiction?
Im ERCM Medizin Podcast sprechen PD Dr. rer. nat. Patrick Krauss, PD Dr. rer. nat. Achim Schilling und Prof. Dr. med. Thomas Kinfe über die Schnittstelle von Gehirnforschung, künstlicher Intelligenz und Neurotechnologie.
Im Fokus stehen Brain-Computer-Interfaces, kurz BCI: Systeme, die messbare Hirnsignale in Steuerbefehle übersetzen können. Sie könnten Menschen mit Lähmungen oder schweren Kommunikationsstörungen künftig dabei unterstützen, Computer, Hilfsmittel oder Prothesen zu bedienen.
Die Expertenrunde diskutiert, wie KI helfen kann, neuronale Signale besser zu entschlüsseln, welche Rolle Neurostimulation bei neurologischen Erkrankungen spielt und warum Begriffe wie digitaler Zwilling sorgfältig einzuordnen sind: Gemeint sind heute vor allem datenbasierte, patientenspezifische Modelle, mit denen sich biologische Prozesse oder mögliche Therapieeffekte simulieren lassen.
Darum geht es in dieser Episode:
Auch die großen Fragen hinter der Technologie werden ins Visier genommen: Was unterscheidet intelligente Sprachsysteme vom menschlichen Bewusstsein? Wo verläuft die Grenze zwischen medizinischer Therapie und Enhancement? Und welche ethischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Leitplanken braucht eine enge Verbindung von Mensch und Maschine?