2024 wurden in Deutschland mehr als 173.000 künstliche Kniegelenke erstmals implantiert – doch wie viele Operationen könnten durch gezielte Prävention vermieden werden?
Prof. Dr. med. Stefan Sell vom BioMotion Center des Instituts für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Kniegelenken, Belastungsanalysen und Endoprothetik.
Im ERCM Medizin Podcast erklärt er, warum Bewegung die beste Medizin für das Kniegelenk ist, in welchen Situationen eine Knieprothese dennoch sinnvoll werden kann – und warum die Entscheidung nie allein anhand eines Röntgenbilds fällt.
Themen in dieser Episode:
Etwa 40 % der Patientinnen und Patienten, die zur Operation überwiesen werden, operiert Prof. Sell zunächst nicht. Stattdessen setzt er auf konservative Therapie, Bewegungsanalyse und individuell angepasste Trainingsprogramme.
Er macht deutlich: Prävention ist der Schlüssel. Regelmäßige, dosierte Bewegung, gezieltes Krafttraining und bewusste Alltagsaktivität können die Gelenkfunktion und Belastbarkeit verbessern. Abhängig von Befund und individueller Situation kann das dazu beitragen, eine Operation hinauszuzögern oder in manchen Fällen vermeidbar zu machen.
Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts dienen der medizinischen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Untersuchung oder Therapieentscheidung.