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Episode 59
12.10.2026

Jeder 100. hat ein Meningeom! Was Sie bei diesem Hirntumor jetzt tun sollten

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Anmerkungen zur Folge

Meningeom: Was tun bei einem gutartigen Hirntumor? Wann ist eine Operation nötig – und wann sind Beobachtung oder Radiochirurgie eine passende Strategie?

Das Meningeom ist der häufigste primäre Hirntumor. Rund 90 % sind gutartig (WHO-Grad 1) und werden zunächst nur beobachtet. Eine Behandlung wird meist erst bei Wachstum, Symptomen oder ungünstiger Lage notwendig.

Prof. Dr. med. Florian Ringel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am LMU Klinikum München (Großhadern), erklärt im ERCM Medizin Podcast, wie Meningeome entstehen, wie sie im MRT und in der PET-Bildgebung beurteilt werden und wann welche Therapie sinnvoll ist: Operation, Radiochirurgie (hochpräzise Tumorbehandlung ohne Schnitt) oder eine Kombination.

Fragen, die in dieser Episode beantwortet werden:

  • Wie häufig Meningeome tatsächlich sind – etwa jeder Hundertste trägt eines, meist als Zufallsbefund.
  • Welche Ursachen und Risikofaktoren bekannt sind – von bestimmten hochdosierten Hormonpräparaten (Gestagenen) über frühere Bestrahlung bis zu genetischen Faktoren.
  • Warum die PET-Bildgebung (Positronen-Emissions-Tomographie) mit Dotatate oder 18F-SiTATE die Behandlungsplanung präziser macht – und wie sie echte Tumorzellen von reaktiven Veränderungen unterscheiden kann.
  • Warum ein 2 cm großes Meningeom an der Hirnoberfläche zunächst meist keine Behandlung braucht – und wie eine sinnvolle Nachsorge (Follow-up) aussieht.
  • Welche Kriterien in der Bildgebung auf ein schnelleres Tumorwachstum hindeuten – und warum ein Ödem (Wasseransammlung im Gewebe) ein wichtiger Hinweis ist.
  • Warum komplexe Schädelbasismeningeome heute oft kombiniert behandelt werden – Operation plus Radiochirurgie statt riskanter Komplettentfernung.


Behandlung heute: weniger Risiko, gleiche oder bessere Tumorkontrolle

Florian Ringel erklärt, wie sich die Therapie in den letzten 20 Jahren gewandelt hat: Statt radikaler Operation steht die maximal sichere Resektion im Vordergrund – ergänzt durch moderne Hochpräzisionsverfahren wie die Radiochirurgie, wenn nötig. Das Ergebnis: deutlich weniger Komplikationen bei guter Langzeitkontrolle.

Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts dienen der medizinischen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Untersuchung oder Therapieentscheidung.