Die moderne Radiochirurgie wurde von dem schwedischen Neurochirurgen Lars Leksell erfunden, der 1967 erstmalig das sogenannte Gamma Knife klinisch etabliert hat.
In Deutschland wurde die Behandlung mit dem Leksell Gamma Knife bereits 1994 in München durch Prof. Dr. med. Berndt Wowra, dem Mitbegründer des ERCM, etabliert.
In den 90er Jahren entwickelte John R. Adler an der Stanford University die Idee, Tumore nicht-invasiv mit extrem präziser Strahlung zu behandeln. Durch die Kombination von Robotik, Bildgebung in Echtzeit und Radiochirurgie konnten dann auch Tumore trotz Atembewegungen therapiert werden.
Durch erste klinische Anwendungen und die Markteinführung durch das US Unternehmen Accuray kam es zur weltweiten Verbreitung.
An unserem jetzigen Standort existieren wir seit 2005 - aktuell weltweit als einziges Centrum, welches an einem Standort über zwei CyberKnife Systeme (M6 und S7) und das ZAP-X verfügt.
Das Roboterbehandlungssystem ZAP-X ist seit 2021 bei uns in Betrieb- ein bahnbrechendes Verfahren-speziell für Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.
Die moderne Radiochirurgie ist eine hochentwickelte Photonenbehandlung, die eine sichere und schonende Alternative zur Operation oder konventionellen Strahlentherapie darstellt sofern eine sinnvolle Indikationsstellung erfolgt ist.
Sowohl gut- als auch bösartige Neubildungen können mit dieser Methode gezielt behandelt werden.
Kurze Behandlungsdauer
In der Regel ist nur eine einzige 15 bis 30 minütige Behandlung erforderlich.
Schmerzfrei
Sie liegen in entspannter Position auf einer Liege, während sich der Präzisionsroboter um Sie bewegt.
Ohne Anästhesie
Die Behandlung erfordert keinerlei Narkose oder Betäubung - Sie sind wach und ansprechbar.
Ohne Operationsrisiken
Bei unserer nicht invasiven Therapie entfallen die Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs.
Keine oder nur geringe Nebenwirkungen
In seltenen Fällen können Nebenwirkungen auftreten - diese sind vorübergehend und verschwinden komplett.
Kein stationärer Krankenhausaufenthalt
Sie dürfen direkt nach Ihrer Therapie wieder nach Hause und zurück in Ihren gewohnten Alltag.
Präzise Tumortherapie gut- und bösartiger Neubildungen in allen Körperregionen.
Ursprünglich für die Behandlung von gutartigen Hirntumoren sowie Hirnmetastasen entwickelt, kann die moderne Radiochirurgie heute für eine Vielzahl gutartiger und bösartiger Tumoren im gesamten Körper eingesetzt werden.
Die radiochirurgische Therapie basiert auf einer Kombination aus digitaler Bildgebung und Präzisionsrobotik.
Während der Behandlung mit dem CyberKnife rotiert die Therapieeinheit um den Patienten – typischerweise mit bis zu 150 verschiedenen Richtungen pro Sitzung. So trifft gebündelt die zerstörende Therapiedosis direkt auf das erkrankte Gewebe.
Die Tumorzellen werden so komplett zerstört – der Tumor stirbt ab.
Radiochirurgische Behandlungen sind sichere und wissenschaftlich etablierte Verfahren.
Millimetergenau wird präzise nur das erkrankte Gewebe behandelt – umliegende, gesunde Strukturen werden geschont.
Die technische Sicherheit wird laufend überprüft- Radiochirurgen werden hierbei von hochspezialisierten Medizinphysikern unterstützt.
Eine nicht-invasive Behandlung ist eine medizinische Therapie, die ohne Hautschnitt, Nadeln oder Operation durchgeführt
wird. Im Falle der Radiochirurgie geschieht dies durch Applikation von gebündelter Strahlung z.B. mittels CyberKnife.